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BegriffDefinition
Natürliche Garantiezeit

Die natürliche Garantiezeit bezieht sich auf eine zusätzliche Sicherungsebene in der privaten Rentenversicherung. Sie kann vom Versicherungsnehmer freiwillig mit dem Versicherungsanbieter vereinbart werden, ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben.

Wofür dient die natürliche Garantiezeit?
Das Hauptziel der natürlichen Garantiezeit ist es, sicherzustellen, dass bei Beginn der Rentenzeit eine Mindestsumme für die Auszahlung zur Verfügung steht. Dadurch soll verhindert werden, dass der Versicherungsnehmer im Rentenalter mit zu geringen Rentenzahlungen konfrontiert wird.

Wie funktioniert die natürliche Garantiezeit?
Die natürliche Garantiezeit ist vergleichbar mit der Zertifizierung von Riester-Sparverträgen. Bei Eintritt in das Rentenalter wird die Mindestsumme, bestehend aus den Einzahlungen und den staatlichen Prämien, garantiert. Dies bedeutet, dass der Versicherungsnehmer im Rentenalter mindestens die Summe erhält, die er während der Vertragslaufzeit eingezahlt hat.

Welche Vorteile bietet die natürliche Garantiezeit?
Durch die natürliche Garantiezeit oder auch Riester-Garantie genannt, schützen sich Versicherungsunternehmen vor einem möglichen Negativtrend an den Finanzmärkten. Selbst in einer Baissephase, wie beispielsweise 2008, sind genügend Mittel vorhanden, um die Rentenzahlungen zu garantieren. Dies gibt dem Versicherungsnehmer eine zusätzliche Sicherheit und schafft Vertrauen in die private Altersvorsorge.

Welche Risiken gibt es bei der natürlichen Garantiezeit?
Ein Risiko der natürlichen Garantiezeit besteht darin, dass die Versicherungsunternehmen aufgrund der Garantiezusage möglicherweise nicht so hohe Renditen erzielen können wie bei anderen Versicherungsprodukten. Dies kann sich auf die Höhe der Rentenzahlungen auswirken. Zudem kann es vorkommen, dass die Garantiesumme nicht ausreicht, um die tatsächlichen Rentenzahlungen zu decken, was zu einer Unterdeckung führen kann.

Zusammenfassung
Die natürliche Garantiezeit ist eine optionale Sicherheitsmaßnahme in der privaten Rentenversicherung, die gewährleistet, dass bei Rentenbeginn eine Mindestsumme ausgezahlt wird. Sie dient dem Schutz vor zu niedrigen Rentenzahlungen und orientiert sich an der Riester-Garantie. Versicherungsnehmer erhalten mindestens die eingezahlten Beiträge zurück, was in unsicheren Finanzmärkten zusätzlich Sicherheit bietet. Allerdings können durch die Garantie geringere Renditen entstehen und die garantierte Summe könnte im Einzelfall nicht ausreichen, um alle Rentenleistungen abzudecken.