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BegriffDefinition
Subjektive Risikomerkmale

Subjektive Risikomerkmale sind Faktoren, die das individuelle Risikoverhalten einer Person beeinflussen und somit auch Auswirkungen auf die Versicherung haben können. Im Gegensatz zu objektiven Risikomerkmalen, die auf messbaren Daten basieren, sind subjektive Risikomerkmale subjektive Einschätzungen und Einstellungen einer Person.

Welche Faktoren zählen zu den subjektiven Risikomerkmalen?
Zu den subjektiven Risikomerkmalen zählen unter anderem das Alter, der Beruf, der Familienstand, das Einkommen, die Gesundheit und die Lebensweise einer Person. Auch persönliche Erfahrungen und Einstellungen wie beispielsweise die Risikobereitschaft, die Sorgfalt oder die Verantwortungsbewusstsein spielen eine Rolle.

Warum sind subjektive Risikomerkmale für Versicherungen relevant?
Subjektive Risikomerkmale sind für Versicherungen relevant, da sie Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit eines Schadensereignisses haben. Je nachdem, wie hoch das Risiko einer Person eingeschätzt wird, kann sich dies auf die Beitragshöhe oder die Versicherbarkeit auswirken. Daher ist es für Versicherungen wichtig, die subjektiven Risikomerkmale ihrer Kunden zu kennen und zu bewerten.

Wie werden subjektive Risikomerkmale von Versicherungen ermittelt?
Die Ermittlung der subjektiven Risikomerkmale erfolgt in der Regel durch eine Risikoprüfung. Dabei werden Informationen über die Person und ihr individuelles Risikoverhalten abgefragt. Dies kann beispielsweise durch einen Fragebogen oder ein persönliches Gespräch geschehen. Auch die Einschätzung von Experten, wie beispielsweise Ärzten oder Gutachtern, kann in die Bewertung der subjektiven Risikomerkmale einfließen.

Welche Auswirkungen haben subjektive Risikomerkmale auf die Versicherung?
Die Auswirkungen von subjektiven Risikomerkmalen auf die Versicherung können vielfältig sein.

  1. Zum einen können sie sich auf die Beitragshöhe auswirken. Personen mit höheren Risiken müssen in der Regel höhere Beiträge zahlen, um das höhere Schadenspotenzial abzudecken.
  2. Zum anderen können subjektive Risikomerkmale auch die Versicherbarkeit beeinflussen. Personen mit einem als zu hoch eingeschätzten Risiko können von der Versicherung abgelehnt werden oder nur zu erschwerten Bedingungen versichert werden.

Wie können Versicherungen mit subjektiven Risikomerkmalen umgehen?
Um mit subjektiven Risikomerkmalen umzugehen, setzen Versicherungen verschiedene Maßnahmen ein.

  1. Dazu zählen beispielsweise Risikozuschläge, bei denen der Beitrag aufgrund eines höheren Risikos angepasst wird.
  2. Auch die Einführung von Selbstbeteiligungen oder die Begrenzung von Leistungen können zur Absicherung gegen höhere Risiken dienen.
  3. Zudem können Versicherungen auch gezielt bestimmte Risikogruppen ansprechen und spezielle Tarife für diese Zielgruppen anbieten.

Wie können Versicherungsnehmer ihre subjektiven Risikomerkmale beeinflussen?
Versicherungsnehmer haben in gewissem Maße die Möglichkeit, ihre subjektiven Risikomerkmale zu beeinflussen.

  1. So können beispielsweise gesundheitsbewusste Lebensweisen, wie regelmäßiger Sport oder Nichtrauchen, zu einer besseren Einstufung führen.
  2. Auch die Wahl des Berufs kann Auswirkungen auf die Versicherbarkeit und Beitragshöhe haben.
  3. Zudem können Versicherungsnehmer durch eine offene und ehrliche Kommunikation mit der Versicherung dazu beitragen, dass ihre individuellen Risikomerkmale korrekt eingeschätzt werden.

Zusammenfassung
Subjektive Risikomerkmale wie Alter, Beruf, Einkommen und Lebensweise beeinflussen das individuelle Risikoverhalten und wirken sich auf Versicherungskosten und -bedingungen aus. Diese Faktoren werden durch Risikoprüfungen der Versicherungen bewertet, um Beiträge anzupassen oder Versicherbarkeit festzustellen. Versicherungsnehmer können durch gesunde Lebensweisen und ehrliche Kommunikation ihre Risikoeinschätzung positiv beeinflussen. Versicherungen hingegen setzen Maßnahmen wie Risikozuschläge oder Leistungsbegrenzungen ein, um mit subjektiven Risiken umzugehen.