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BegriffDefinition
Risikomerkmale

Versicherungen sind eine wichtige Möglichkeit, um sich vor finanziellen Risiken abzusichern. Doch bevor eine Versicherung einen Vertrag abschließt, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, um das individuelle Risiko des Versicherungsnehmers zu bestimmen. Diese Faktoren werden als Risikomerkmale bezeichnet. Im Folgenden werden subjektive und objektive Risikomerkmale bei Versicherungen genauer betrachtet.

Was sind subjektive Risikomerkmale?
Subjektive Risikomerkmale beziehen sich auf persönliche Faktoren, die das individuelle Risiko eines Versicherungsnehmers beeinflussen. Diese können zum Beispiel Alter, Gesundheitszustand, Beruf oder Familienstand sein. Je nach Versicherungsart können auch weitere subjektive Risikomerkmale eine Rolle spielen. Zum Beispiel kann bei einer Kfz-Versicherung das Alter und die Fahrerfahrung des Versicherungsnehmers das Risiko für einen Unfall beeinflussen. Bei einer Lebensversicherung können Faktoren wie Rauchgewohnheiten oder Vorerkrankungen des Versicherungsnehmers das Risiko für eine vorzeitige Todesfallleistung erhöhen.

  • Welche Auswirkungen haben subjektive Risikomerkmale?
    Subjektive Risikomerkmale haben direkte Auswirkungen auf die Versicherungsbeiträge. Je höher das individuelle Risiko eines Versicherungsnehmers ist, desto höher wird in der Regel der Versicherungsbeitrag ausfallen. Dies liegt daran, dass Versicherungen das Risiko eines Schadensfalls kalkulieren und entsprechend die Beiträge anpassen. So kann es zum Beispiel sein, dass ein älterer Versicherungsnehmer mit Vorerkrankungen höhere Beiträge für eine Lebensversicherung zahlen muss als ein junger, gesunder Versicherungsnehmer.

Was sind objektive Risikomerkmale?
Im Gegensatz zu subjektiven Risikomerkmalen beziehen sich objektive Risikomerkmale auf Faktoren, die unabhängig von der Person des Versicherungsnehmers sind. Hierzu zählen zum Beispiel geografische Faktoren wie Wohnort oder Wetterbedingungen, aber auch statistische Daten wie Unfall- oder Krankheitsraten. Auch die Art des versicherten Objekts kann ein objektives Risikomerkmal darstellen. So ist das Risiko für einen Brand in einem Holzhaus höher als in einem Steinhaus.

  • Welche Auswirkungen haben objektive Risikomerkmale?
    Objektive Risikomerkmale haben ebenfalls direkte Auswirkungen auf die Versicherungsbeiträge. Versicherungen nutzen statistische Daten und Wahrscheinlichkeiten, um das Risiko eines Schadensfalls zu berechnen. Je höher das Risiko für einen Schaden ist, desto höher werden die Beiträge ausfallen. So kann es zum Beispiel sein, dass in einer Region mit häufigen Naturkatastrophen höhere Beiträge für eine Wohngebäudeversicherung anfallen als in einer Region mit geringerem Risiko.

Welche Bedeutung haben Risikomerkmale für Versicherungen?
Risikomerkmale sind für Versicherungen von großer Bedeutung, da sie die Grundlage für die Berechnung der Versicherungsprämie bilden. Je höher das individuelle Risiko des Versicherungsnehmers eingeschätzt wird, desto höher fällt in der Regel auch die Versicherungsprämie aus. Dies dient dazu, dass Versicherungen die Kosten für mögliche Schäden decken können und somit langfristig bestehen können.
Zudem dienen Risikomerkmale auch dazu, die Versicherungsverträge individuell anzupassen und somit eine faire und gerechte Versicherungsleistung zu gewährleisten. So kann beispielsweise ein Versicherungsnehmer mit einem höheren Risiko aufgrund von Vorerkrankungen eine höhere Versicherungssumme erhalten, um im Schadensfall ausreichend abgesichert zu sein.

Wie werden Risikomerkmale ermittelt?
Die Ermittlung der Risikomerkmale erfolgt in der Regel durch eine Risikoprüfung, bei der der Versicherungsnehmer verschiedene Fragen zu seinen persönlichen Eigenschaften und äußeren Faktoren beantworten muss. Diese können je nach Versicherungsart und Versicherungsgesellschaft variieren. Zudem können auch bereits vorhandene Daten, beispielsweise aus medizinischen Untersuchungen oder Schufa-Auskünften, herangezogen werden.
Es ist wichtig, dass Versicherungsnehmer bei der Beantwortung der Fragen wahrheitsgemäße Angaben machen, da falsche oder verschwiegene Informationen zu einer Anfechtung oder Kündigung des Versicherungsvertrages führen können.

Zusammenfassung
Versicherungen schützen vor finanziellen Risiken und richten ihre Beiträge nach individuellen Risikomerkmalen. Subjektive Risikomerkmale betreffen persönliche Faktoren wie Alter oder Gesundheitszustand und beeinflussen die Höhe der Versicherungsprämien. Objektive Risikomerkmale sind unabhängig von der Person und beinhalten geografische oder statistische Daten, die ebenfalls die Prämienhöhe bestimmen. Die Ermittlung dieser Merkmale erfolgt durch eine Risikoprüfung, und wahrheitsgemäße Angaben sind entscheidend, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.