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BegriffDefinition
Sturm

In der Versicherungsbranche wird unter einem Sturm eine extreme Wetterlage verstanden, die durch starke Windböen, Regen, Hagel oder Schnee gekennzeichnet ist. Dabei kann es zu erheblichen Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und anderen Sachwerten kommen. Um als Sturm eingestuft zu werden, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Diese können je nach Versicherungsgesellschaft variieren, jedoch gibt es einige allgemeingültige Merkmale:

  1. So muss die Windgeschwindigkeit mindestens 62 km/h betragen (Windstärke 8) um als Sturm zu gelten.
  2. Zudem muss der Wind eine bestimmte Dauer haben, um als sturmähnlich eingestuft zu werden.
  3. In der Regel orientieren sich Versicherungen an den Kriterien des Deutschen Wetterdienstes, um einen Sturm zu definieren.

Welche Versicherungen decken Schäden durch Stürme ab?
In der Regel sind Schäden durch Stürme in verschiedenen Versicherungen abgedeckt. Dazu gehören beispielsweise die Gebäudeversicherung, die Hausratversicherung und die Kaskoversicherung für Fahrzeuge. Auch in der Betriebshaftpflichtversicherung können Sturmschäden mitversichert sein. Es ist daher wichtig, die Versicherungsverträge genau zu prüfen, um zu wissen, welche Risiken abgedeckt sind.

Welche Schäden werden von der Versicherung übernommen?
Die Art der Schäden, die von der Versicherung übernommen werden, hängt von der jeweiligen Versicherungspolice ab. In der Regel werden jedoch Schäden an Gebäuden, die durch den Sturm verursacht wurden, von der Gebäudeversicherung übernommen. Dazu gehören beispielsweise beschädigte Dächer, Fenster oder Fassaden. Auch Schäden an Einrichtungsgegenständen, die durch den Sturm verursacht wurden, können von der Hausratversicherung gedeckt sein. In der Kaskoversicherung für Fahrzeuge werden in der Regel Schäden durch umgestürzte Bäume, herabfallende Äste oder Hagel abgedeckt.

Welche Schäden werden nicht von der Versicherung übernommen?
Nicht alle Schäden, die durch einen Sturm entstehen, werden von der Versicherung übernommen. Dazu gehören beispielsweise Schäden, die durch mangelnde Vorsorge oder Fahrlässigkeit entstehen. Auch Schäden an Gartenmöbeln oder anderen Gegenständen im Freien sind in der Regel nicht versichert. Zudem kann es Einschränkungen geben, wenn der Schaden durch eine unzureichende Bauweise oder mangelnde Instandhaltung verursacht wurde.

Welche Maßnahmen sollten im Schadensfall ergriffen werden?
Im Falle eines Sturms sollten Versicherungsnehmer schnell handeln, um weitere Schäden zu vermeiden und den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört es, umgehend die Versicherung zu informieren und den Schaden zu dokumentieren. Auch das Sichern von beschädigten Gegenständen und das Einholen von Kostenvoranschlägen für Reparaturen sind wichtige Schritte. Zudem ist es ratsam, den Schaden der Polizei zu melden, falls es sich um einen größeren Schaden handelt.

Welche Auswirkungen hat ein Sturm auf Versicherungsverträge?
Ein Sturm kann Auswirkungen auf bestehende Versicherungsverträge haben. So kann es beispielsweise zu einer Erhöhung der Versicherungsprämie kommen, wenn die Versicherung aufgrund von Schäden durch Stürme höhere Kosten hat. Auch die Versicherungsbedingungen können sich ändern, um zukünftig besser gegen Sturmschäden abgesichert zu sein. Zudem kann es vorkommen, dass Versicherungen in besonders sturmgefährdeten Gebieten höhere Prämien verlangen oder den Versicherungsschutz einschränken.

Zusammenfassung
In der Versicherungsbranche muss für die Einstufung als Sturm eine Windgeschwindigkeit von mindestens 62 km/h vorliegen. Sturmschäden an Gebäuden oder Fahrzeugen sind oft durch Gebäude-, Hausrat- oder Kaskoversicherungen abgedeckt, wobei Fahrlässigkeit oder mangelnde Vorsorge zu Leistungsausschlüssen führen kann. Nach einem Sturm sollten Betroffene schnell die Versicherung informieren, Schäden dokumentieren und sichern. Sturmschäden können zu höheren Versicherungsprämien oder angepassten Bedingungen führen, besonders in sturmgefährdeten Gebieten.