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BegriffDefinition
Grundfähigkeitsversicherung

Eine Grundfähigkeitsversicherung ist eine Versicherung, die im Falle von dauerhaften Einschränkungen der grundlegenden Fähigkeiten einer Person greift. Sie dient dazu, finanzielle Absicherung zu bieten, wenn eine Person aufgrund von körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage ist, ihren Beruf auszuüben.

Welche Fähigkeiten werden von einer Grundfähigkeitsversicherung abgedeckt?
Eine Grundfähigkeitsversicherung deckt in der Regel die grundlegenden Fähigkeiten ab, die für die Ausübung eines Berufs notwendig sind.

  1. Allgemeine Grundfähigkeiten
    Eine Grundfähigkeitsversicherung deckt in der Regel die sogenannten allgemeinen Grundfähigkeiten ab. Dazu gehören Fähigkeiten wie Sehen, Hören, Sprechen, Greifen oder Gehen. Diese Fähigkeiten sind für die meisten Menschen selbstverständlich, können jedoch durch Unfälle oder Krankheiten beeinträchtigt werden. Eine Grundfähigkeitsversicherung bietet hier eine finanzielle Absicherung, falls eine dieser Fähigkeiten dauerhaft verloren geht.

  2. Psychische Erkrankungen
    Neben den körperlichen Grundfähigkeiten können auch psychische Erkrankungen durch eine Grundfähigkeitsversicherung abgedeckt werden. Dazu gehören beispielsweise Depressionen, Angststörungen oder Burnout. Diese Erkrankungen können dazu führen, dass der Betroffene seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Eine Grundfähigkeitsversicherung bietet hier eine finanzielle Unterstützung, um den Lebensunterhalt trotzdem bestreiten zu können.

  3. Geistige Fähigkeiten
    Auch geistige Fähigkeiten wie Konzentration, Gedächtnis oder Orientierung können durch eine Grundfähigkeitsversicherung abgedeckt werden. Diese Fähigkeiten sind besonders wichtig für die Ausübung bestimmter Berufe, wie beispielsweise im Büro oder in der IT-Branche. Eine Einschränkung dieser Fähigkeiten kann somit auch zu einer Berufsunfähigkeit führen, die durch die Grundfähigkeitsversicherung abgedeckt werden kann.

  4. Verlust von Organen
    Eine Grundfähigkeitsversicherung kann auch den Verlust von Organen abdecken. Dazu gehören beispielsweise der Verlust eines Auges oder einer Niere. Auch hier bietet die Versicherung eine finanzielle Absicherung, falls der Betroffene aufgrund des Verlustes nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben.

  5. Verlust von körperlichen Funktionen
    Neben dem Verlust von Organen können auch der Verlust von körperlichen Funktionen, wie beispielsweise der Arm- oder Beinamputation, durch eine Grundfähigkeitsversicherung abgedeckt werden. Diese Einschränkungen können ebenfalls zu einer Berufsunfähigkeit führen und somit eine finanzielle Unterstützung durch die Versicherung notwendig machen.

Was sind die Vorteile einer Grundfähigkeitsversicherung?
Eine Grundfähigkeitsversicherung bietet vor allem finanzielle Sicherheit im Falle von dauerhaften Einschränkungen. Sie stellt sicher, dass die versicherte Person auch bei Verlust der Grundfähigkeiten weiterhin ein Einkommen hat und ihren Lebensstandard halten kann. Zudem ist eine Grundfähigkeitsversicherung unabhängig von der Berufsunfähigkeit und kann somit auch von Personen abgeschlossen werden, die aufgrund ihres Berufes keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten können.

Wer kann eine Grundfähigkeitsversicherung abschließen?
Grundsätzlich kann jeder eine Grundfähigkeitsversicherung abschließen. Allerdings gibt es je nach Versicherungsgesellschaft und Tarif bestimmte Altersgrenzen und Gesundheitsprüfungen, die erfüllt werden müssen. Auch der Beruf und das Einkommen können Einfluss auf die Absicherungssumme haben.

Wie funktioniert eine Grundfähigkeitsversicherung?
Im Falle einer dauerhaften Einschränkung einer oder mehrerer Grundfähigkeiten zahlt die Versicherung eine monatliche Rente aus. Diese kann je nach Tarif und individueller Absicherungssumme bis zu mehrere tausend Euro betragen. Die Höhe der Rente wird dabei anhand des Grades der Beeinträchtigung festgelegt.

Welche Einschränkungen sind von einer Grundfähigkeitsversicherung ausgeschlossen?
Eine Grundfähigkeitsversicherung deckt in der Regel nur Einschränkungen ab, die dauerhaft sind. Kurzfristige Erkrankungen oder Verletzungen, die zu vorübergehenden Beeinträchtigungen führen, sind nicht versichert. Auch psychische Erkrankungen sind oft ausgeschlossen, es sei denn, sie sind auf eine organische Ursache zurückzuführen. Zudem gibt es bei den meisten Versicherungen Ausschlüsse für bereits bestehende Erkrankungen.

Was unterscheidet die Grundfähigkeits- von der Berufsunfähigkeitsversicherung?

  1. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert das Risiko ab, aufgrund von Krankheit oder Unfall seinen Beruf nicht mehr ausüben zu können.
  2. Eine Grundfähigkeitsversicherung hingegen greift bereits bei Einschränkungen der grundlegenden Fähigkeiten, unabhängig vom Beruf.
  3. Zudem ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung meist teurer und bietet eine höhere Absicherung.

Wie hoch sind die Beiträge für eine Grundfähigkeitsversicherung?
Die Höhe der Beiträge für eine Grundfähigkeitsversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Alter, dem Gesundheitszustand und der Absicherungssumme. Auch der Beruf und das Einkommen können Einfluss auf die Beiträge haben. Generell gilt, je jünger und gesünder eine Person ist, desto niedriger sind die Beiträge.

Zusammenfassung
Eine Grundfähigkeitsversicherung bietet finanziellen Schutz bei dauerhaften Beeinträchtigungen grundlegender Fähigkeiten wie Sehen, Hören, Gehen oder geistige Fähigkeiten. Auch bei Verlust von Organen oder körperlichen Funktionen greift sie. Sie sichert das Einkommen und den Lebensstandard, unabhängig von der Berufsunfähigkeit und kann auch bei Ausschluss von einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Jeder kann sie prinzipiell abschließen, wobei Alter, Gesundheitszustand und Beruf eine Rolle spielen. Die Versicherung zahlt eine monatliche Rente bei dauerhaften Einschränkungen, die Höhe hängt vom Grad der Beeinträchtigung ab. Kurzfristige Beeinträchtigungen und meist psychische Erkrankungen sind ausgeschlossen. Die Beiträge variieren je nach individuellen Faktoren und sind für jüngere, gesündere Personen geringer.