Ein Ertragsausfall bezeichnet den Verlust von Einnahmen oder Gewinnen, der aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen oder Umständen entsteht. Dies kann beispielsweise durch Naturkatastrophen, technische Defekte, Diebstahl oder auch durch Krankheit oder Unfall eines Unternehmers oder Angestellten verursacht werden. Ein Ertragsausfall kann für Unternehmen oder Selbstständige existenzbedrohend sein, da sie dadurch ihre laufenden Kosten nicht mehr decken können.
Welche Versicherungen decken Ertragsausfälle ab?
Um sich gegen Ertragsausfälle abzusichern, gibt es verschiedene Versicherungen, die in solchen Fällen einspringen können. Im Folgenden werden die wichtigsten Versicherungen vorgestellt, die Ertragsausfälle abdecken.
- Betriebsunterbrechungsversicherung
Die Betriebsunterbrechungsversicherung ist eine spezielle Form der Sachversicherung und deckt die finanziellen Schäden ab, die durch den Ausfall des Betriebs oder einer Betriebsstätte entstehen. Dies kann beispielsweise durch Feuer, Einbruchdiebstahl oder auch durch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Stürme verursacht werden. Die Versicherung übernimmt in der Regel die fortlaufenden Kosten wie Miete, Gehälter oder Leasingraten und ersetzt auch den entgangenen Gewinn.
- Ertragsausfallversicherung
Die Ertragsausfallversicherung ist eine eigenständige Versicherung, die speziell auf die Absicherung von Ertragsausfällen ausgerichtet ist. Sie kommt zum Einsatz, wenn ein Unternehmen aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen wie Krankheit oder Unfall des Unternehmers oder wichtiger Mitarbeiter nicht mehr in der Lage ist, seine Einnahmen zu erzielen. Die Versicherung übernimmt dann die fortlaufenden Kosten und ersetzt den entgangenen Gewinn.
- Berufsunfähigkeitsversicherung
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine wichtige Absicherung für Selbstständige und Unternehmer. Sie greift, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Dadurch können auch Ertragsausfälle abgedeckt werden, da die Versicherung eine monatliche Rente zahlt, die den Verdienstausfall ausgleicht.
- Krankentagegeldversicherung
Die Krankentagegeldversicherung ist ebenfalls eine wichtige Absicherung für Selbstständige und Unternehmer. Sie übernimmt die fortlaufenden Kosten, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit oder Unfall vorübergehend nicht arbeiten kann. Dadurch können auch Ertragsausfälle abgedeckt werden, da die Versicherung ein tägliches Krankentagegeld zahlt.
- Rechtsschutzversicherung
Eine Rechtsschutzversicherung kann ebenfalls bei Ertragsausfällen hilfreich sein. Sie übernimmt die Kosten für rechtliche Auseinandersetzungen, beispielsweise bei Schadensersatzforderungen oder Vertragsstreitigkeiten. Dadurch können finanzielle Einbußen vermieden werden, die durch einen Rechtsstreit entstehen könnten.
Zusammenfassung
Ein Ertragsausfall ist der Verlust von Einnahmen durch unvorhergesehene Ereignisse wie Naturkatastrophen oder Krankheiten. Unternehmen und Selbstständige können sich durch verschiedene Versicherungen schützen. Die Betriebsunterbrechungsversicherung deckt Schäden durch Betriebsausfall ab. Die Ertragsausfallversicherung sichert gegen Einkommensverluste bei Krankheit oder Unfall von Schlüsselpersonen. Berufsunfähigkeits- und Krankentagegeldversicherungen zahlen Renten oder Tagegelder bei Arbeitsunfähigkeit. Eine Rechtsschutzversicherung hilft bei finanziellen Verlusten durch Rechtsstreitigkeiten.